Haben Sie schon einmal Folgendes erlebt: Nach kurzem Gehen starke Fußschmerzen und -ermüdung, sodass Sie kaum noch weitergehen können? Verstauchen Sie häufig den Fuß an der Außenseite, stolpern Sie oder bemerken Sie gar einen optischen Längenunterschied zwischen Ihren Beinen, sodass ein Bein länger erscheint als das andere? Wenn ja, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie an einer Fußfehlstellung leiden.Hohlfuß.
01 Was ist ein Hohlfuß?
Hohlfuß, auch Krallenfuß genannt, ist eine häufige Fußdeformität, die sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern vorkommt. Typischerweise ist der Fuß verkürzt und das Fußgewölbe stark nach oben gewölbt. Diese Fehlstellung stellt eine abnorme Erhöhung des Fußgewölbes dar. Beim Stehen und Belasten konzentriert sich der Druck auf Ferse und Fußballen, wodurch die Auflagefläche der Fußsohle verringert wird und Schmerzen entstehen.

Es ist allgemein anerkannt, dass über 50 % der Hohlfußdeformitäten auf neuromuskuläre Ungleichgewichte und die daraus resultierende Entwicklung fortschreitender oder nicht fortschreitender Deformitäten zurückzuführen sind. Vereinfacht gesagt, wird diese Erkrankung in der Regel durch Nervenfunktionsstörungen und muskuläre Dysbalancen im Fuß verursacht. Darüber hinaus können ein falscher Gang, übermäßige körperliche Aktivität und Unfälle die Entstehung eines Hohlfußes verschlimmern.
02 Wie lässt sich der Schweregrad eines Hohlfußes beurteilen?
- Sichtprüfung der Ferse
Im Vergleich zu einem normalen Fuß weist ein Hohlfuß, von der Ferse aus betrachtet, eine deutliche Einwärtsneigung des Fersenbeins auf. Wie die Abbildung zeigt, ist die Inversion umso ausgeprägter, je größer der Winkel θ ist, was auf einen schwereren Fall des Hohlfußes hinweist. 
- Zwei-Fuß-Tintentest
Bereiten Sie ein Blatt weißes Papier vor und tauchen Sie die Fußsohlen beider Füße in Wasser (zur besseren Beobachtung kann blaue Tinte verwendet werden). Treten Sie nacheinander mit einem Fuß auf das Papier und hinterlassen Sie Fußabdrücke. Die Form der Abdrücke (blaue Bereiche in der Abbildung) kann helfen, das Vorhandensein und das Ausmaß eines Hohlfußes zu bestimmen.

4. Statische Druckprüfung
Verwenden Sie professionelle Geräte zur Fußsohlendruckmessung, um präzise Druckdaten im Stehen zu erfassen. Anhand der Druckverteilung lässt sich der Schweregrad eines Hohlfußes analysieren. Normale Füße weisen eine gleichmäßige Druckverteilung mit spürbarer Krafteinwirkung über das Fußgewölbe auf. Bei leichten Hohlfüßen ist eine Unterbrechung zwischen Vorfuß und Ferse zu beobachten, die als Spalt sichtbar ist. Je stärker der Hohlfuß ausgeprägt ist, desto größer ist dieser Spalt und desto deutlicher sind die Bereiche ohne Druckeinwirkung.

4. Röntgenaufnahme des Fußes unter Belastung von der Seite
Führen Sie seitliche Fußmessungen unter Belastung durch. Diese radiologische Untersuchung gilt als die genaueste Methode.
DerMeary-WinkelAls Bewertungskriterium dient der Winkel zwischen der Längsachse des Sprungbeins und dem ersten Mittelfußknochen:
- Unter normalen Belastungsbedingungen liegt der Meary-Winkel im Bereich zwischen-4° und +4°.
- Meary-Winkel > +4°deutet auf Hohlfuß hin.
- Meary-Winkel < -4°deutet auf Plattfüße hin.

03 Ist eine Behandlung des Hohlfußes notwendig?
Wenn der Hohlfuß keine nennenswerten Beschwerden verursacht, ist möglicherweise keine spezielle Behandlung erforderlich. Es wird jedoch dringend empfohlen, auf das Körpergewicht zu achten und stützendes Schuhwerk zu tragen!
Standardbehandlungsgrundsätze:
- Biomechanische Korrektureinlagen:

2. Funktionelle Rehabilitation für Fuß und Sprunggelenk:

3. Zehenspreizübungen

